Der Offene Kanal Süderbrarup präsentiert: "Schlag den Raab"
Und ich dachte noch, die Fernbedienung wäre kaputt und wir hätten Bürgerfernsehen statt Pro 7 eingeschaltet. Denn den Eindruck musste man zumindest haben, wenn man die Premiere von "Schlag den Raab" gestern sah. Ein Format, das der Münchner Sender immerhin als "Konkurrenz zu 'Wetten daß..?'" angekündigt hatte. Auch Stefan Raab, gegen den eine mehr als überforderte Kandidatin antrat um 500.000,- Euro Preisgeld mit nach Hause zu nehmen, muss während der Sendung gemerkt haben, dass man vom ZDF-Flagschiff der Samstagabendunterhaltung noch (See-)Meilen weit entfernt ist.
Alles begann damit, dass ich mich fragte: Wer ist eigentlich dieser Moderator und wo ist Elton? Gut, am Ende des Abends war mir klar: Elton ist Profi genug um sich mit so einem gequirlten Mist nicht zu blammieren. Denn der Kartenvorleser Moderator (Who the f**k war denn das bloß?) war dem Format meiner Meinung nach zu keinem Zeitpunkt gewachsen. Was zugegebenermaßen aber auch nicht einfach war.
Eine technische Panne reihte sich an die nächste. Der Kontakthandschuh, der eigentlich den Abwurfzeitpunkt beim Papierflieger-Wettbewerb messen sollte, ging kaputt. Auch der eilig installierte Ersatzhandschuh machte Probleme. Ich hatte den Eindruck, am Ende besann man sich darauf, dass ein Praktikant in der Senderegie auf den Knopf drückte, um die Messung zu starten.
Beide - sowohl die Kandidatin als auch Raab - wurden durch den Profimoderator nicht duch die Sendung geführt - sondern gepeitscht. Kaum Zeit, um mal zwei Worte zu sagen. Ich glaube Kandidatin Esther sagte während der ganzen Sendung keine drei Worte - Rabb vielleicht vier. Vielleicht auch besser so, denn das was sie an Leistung zeigte war irgendwie auch keine 500.000,- Euro wert.
Denn obwohl sie mit ihrem Mann eine Fussballhalle betreibt, wirkte ihre Balltechnik beim Elfmeterschießen gegen Raab (nur eines von insgesamt 16! Spielen) so, als würde ich gegen den Ball stolpern. Ihr Trikot war dabei das einzige, was wirklich profesionell wirkte. Denn dafür wurde in ellenlangen Umziehszenarien gesorgt: Das die Kandidaten zu jedem Spiel die passende Kleidung anhatten. Raab war das irgendwann zu doof und er behielt den Fussballdress einfach an. Hier fragte man sich zum ersten Mal: Kocht es in ihm?
Allen Grund hatte er wohl auch dazu. Denn Raab war nicht nur Kandidat und Mittelpunkt der Sendung. Mit seiner Firma "Raab TV" verantwortete er auch deren Produktion.
Gänzlich ging es dann aber mit den Praktikanten in der Senderegie durch, als man bei einem Kartenspiel zur Verbesserung der Übersichtlichkeit die Spielkarten von Raab und seiner Kandidatin grafisch einblenden wollte. Bis zur letzten Karte klappte das auch einigermaßen. Dumm nur, dass die beiden dann plötzlich ganz andere Karten "auf der Hand" hatten, als auf dem Bildschirm für die Zuschauer eingeblendet wurden.
Zwischendurch kam dann doch noch Elton vorbei, stellte bei einer Runde "blamieren oder kassieren" Fragen und verschwand leider auch wieder. Lieber hätte man den profil- und talentlosen Moderator in diesem Moment die Treppe heraufgeschickt. Der aber musste auch noch 3 Musikacts ankündigen (Juli, Nena und...ja wen eigentlich noch), die von den Stars von "Wetten daß..?" vielleicht gerade noch gemein hatten, dass sie deren Gaderobe auftragen dürfen.

Gekämpft hat Stefan Raab an diesem Abend meiner Meinung nur ein einziges Mal: Beim letzten Spiel. Es ging darum, möglichst lang von einer Reckstange herunterzuhängen. Man merkte Raab förmlich an, dass er die Farce endlich beenden wollte. Er lag schon mit einigen Punkten vorn (was zweifellos gegen diese Kandidatin auch der E- bis F-Promi aus "Britt am Vormittag" geschafft hätte). Mit aller Kraft klammerte sich Raab mit beiden Händen an die Reckstange. Ein Schelm der eventuell vermutet, er hätte sich dabei schon den Hals des Produktionsleiters vorgestellt.
Fazit: Ausbaufähig. Und da man nicht meckern soll, ohne Verbesserungsvorschläge zu machen - hier meine TOP 10 der Verbesserungen an "Schlag den Raab".
10. Ich hatte nicht den Eindruck, dass auch nur ein Teil der Sendung vorher geprobt wurde. Vielleicht ein Punkt, den man verbessern könnte :)
9. Wenn Stefan Raab den ganzen Abend nichts sagen darf, dann ersetzt ihn doch gleich gegen einen G-Promi. Was ich sagen will: Gebt dem Mann doch zumindest zwei bis drei bissige Texte in der Sendung.
9. Vier Stunden Live-Sendung mit Spielen zu füllen ist sicherlich nicht leicht. Aber dann mit Hochsprung anzufangen und das ganze erstmal mit einer Umziehszene einzuleiten ist irgendwie mehr als unglücklich. Und das nach 5 langweiligen Einspielfilmen zur Kandidatenvorstellung. Vielleicht irgendwas spannendes als Aufmacher wählen?
8. Wie wäre es, wenn die Kandidaten schon in der Woche vor der großen Samstag-Abend-Show vorgestellt werden würden? TV-Total würde sich als Fläche doch optimal anbieten. Am Besten verschiebt man die langweiligen Vorstell-Einspieler auf diese Gelegenheit und lässt die Kandidaten schon gegen einen Sparring-Partner von Raab antreten. Raab müsste sich noch viel mehr als fieser Gegner positionieren, der es gar nicht nötig hat, in der Vorstellungswoche selbst in den Ring zu steigen. Gestern wirkte er eher wie ein zahnloser Tiger. Ich finde: Eine Runde Schlammcatchen mit Simon Gosejohann und eine Runde "blamieren oder kassieren" - ebenfalls mit Gosejohann und Elton. Nur damit man eine reele Chance hat, die Kandidaten einzuschätzen. Raab dabei als Pascha auf einen Thron, der die Fragen beantworten darf, die weder Kandidat noch Gosejohann wussten.
7. Wenn schon Top-Acts, dann auch richtige. Und wenns Geld nicht für drei reicht - dann einfach Nena oder Juli rauskürzen.
6. Keine Praktikanten mit "Knopfgewalt" in der Regie.
5. Keine bescheuerten SMS-Spiele à la "Was gewinnt der Kandidat: Eine halbe Million oder eine halbe Melone". Statt dessen sollte man während der gesamten Show voten können, wer am Ende gewinnen wird. Dank der tatsächlich gut durchdaten kummulativen Punkteverteilung kann das ja schon mal hin- und herschwanken. Das würde vielleicht auch den ein oder anderen dazu bewegen, mehrfach zu simsen (zumindest 2x - was bei der Frage oben überflüssig ist). Dann auch immer wieder mal das Zwischenergebnis einblenden. Wer richtig getippt hat, gewinnt dann meinetwegen die stadtfähige japanischen Kopie eines Geländewagen.
4. Wenn man sich schon einen telegenen Anwalt leistet, der die Spiele überwacht, dann sollte er zum einen wenigstens erreichbar sein, wenn es Probleme gibt. Und um das ganze glaubhafter zu machen: Dabei vielleicht auch gezeigt werden. Oder zumindest könnte man die Stimme hörbar machen. Sonst wird das ganze zum Moderatoren-Monolog, so wie gestern.
3. Legt einfach mal ein bißchen Herzblut in die Produktion. Klingt albern - aber ich glaube, es würde Wunder wirken. Ach so: Wenn es euch nur ums Geldverdienen geht, dann sendet doch vier Stunden Klingeltonwerbung.
2. Ach ja: Der Moderator. Wer zum Teufel war dieser Unsympath? Raus! Gegen das Doppel Elton (als Hauptmoderator) und Simon Gosejohann als Sidekick ersetzen. Ich finde, der hat wirklich Talent. Und Elton sowieso. Vielleicht doch mal so ein paar Dialoge durch die Redaktion vorbereiten lassen. Spontan kommt dann ja nix - gerade wenn der Chef auch noch angespannt ist, weil er überlegen muss, wie erden Scheiß die Sendung am Montag der Führungsriege von Pro 7 verkauft.
1. Tauscht den Moderator aus.
So, un nun schauen wir mal am 18. November, ob sich was ändert.
Alles begann damit, dass ich mich fragte: Wer ist eigentlich dieser Moderator und wo ist Elton? Gut, am Ende des Abends war mir klar: Elton ist Profi genug um sich mit so einem gequirlten Mist nicht zu blammieren. Denn der Eine technische Panne reihte sich an die nächste. Der Kontakthandschuh, der eigentlich den Abwurfzeitpunkt beim Papierflieger-Wettbewerb messen sollte, ging kaputt. Auch der eilig installierte Ersatzhandschuh machte Probleme. Ich hatte den Eindruck, am Ende besann man sich darauf, dass ein Praktikant in der Senderegie auf den Knopf drückte, um die Messung zu starten.
Beide - sowohl die Kandidatin als auch Raab - wurden durch den Profimoderator nicht duch die Sendung geführt - sondern gepeitscht. Kaum Zeit, um mal zwei Worte zu sagen. Ich glaube Kandidatin Esther sagte während der ganzen Sendung keine drei Worte - Rabb vielleicht vier. Vielleicht auch besser so, denn das was sie an Leistung zeigte war irgendwie auch keine 500.000,- Euro wert.
Denn obwohl sie mit ihrem Mann eine Fussballhalle betreibt, wirkte ihre Balltechnik beim Elfmeterschießen gegen Raab (nur eines von insgesamt 16! Spielen) so, als würde ich gegen den Ball stolpern. Ihr Trikot war dabei das einzige, was wirklich profesionell wirkte. Denn dafür wurde in ellenlangen Umziehszenarien gesorgt: Das die Kandidaten zu jedem Spiel die passende Kleidung anhatten. Raab war das irgendwann zu doof und er behielt den Fussballdress einfach an. Hier fragte man sich zum ersten Mal: Kocht es in ihm?
Allen Grund hatte er wohl auch dazu. Denn Raab war nicht nur Kandidat und Mittelpunkt der Sendung. Mit seiner Firma "Raab TV" verantwortete er auch deren Produktion.
Gänzlich ging es dann aber mit den Praktikanten in der Senderegie durch, als man bei einem Kartenspiel zur Verbesserung der Übersichtlichkeit die Spielkarten von Raab und seiner Kandidatin grafisch einblenden wollte. Bis zur letzten Karte klappte das auch einigermaßen. Dumm nur, dass die beiden dann plötzlich ganz andere Karten "auf der Hand" hatten, als auf dem Bildschirm für die Zuschauer eingeblendet wurden.
Zwischendurch kam dann doch noch Elton vorbei, stellte bei einer Runde "blamieren oder kassieren" Fragen und verschwand leider auch wieder. Lieber hätte man den profil- und talentlosen Moderator in diesem Moment die Treppe heraufgeschickt. Der aber musste auch noch 3 Musikacts ankündigen (Juli, Nena und...ja wen eigentlich noch), die von den Stars von "Wetten daß..?" vielleicht gerade noch gemein hatten, dass sie deren Gaderobe auftragen dürfen.

Gekämpft hat Stefan Raab an diesem Abend meiner Meinung nur ein einziges Mal: Beim letzten Spiel. Es ging darum, möglichst lang von einer Reckstange herunterzuhängen. Man merkte Raab förmlich an, dass er die Farce endlich beenden wollte. Er lag schon mit einigen Punkten vorn (was zweifellos gegen diese Kandidatin auch der E- bis F-Promi aus "Britt am Vormittag" geschafft hätte). Mit aller Kraft klammerte sich Raab mit beiden Händen an die Reckstange. Ein Schelm der eventuell vermutet, er hätte sich dabei schon den Hals des Produktionsleiters vorgestellt.
Fazit: Ausbaufähig. Und da man nicht meckern soll, ohne Verbesserungsvorschläge zu machen - hier meine TOP 10 der Verbesserungen an "Schlag den Raab".
10. Ich hatte nicht den Eindruck, dass auch nur ein Teil der Sendung vorher geprobt wurde. Vielleicht ein Punkt, den man verbessern könnte :)
9. Wenn Stefan Raab den ganzen Abend nichts sagen darf, dann ersetzt ihn doch gleich gegen einen G-Promi. Was ich sagen will: Gebt dem Mann doch zumindest zwei bis drei bissige Texte in der Sendung.
9. Vier Stunden Live-Sendung mit Spielen zu füllen ist sicherlich nicht leicht. Aber dann mit Hochsprung anzufangen und das ganze erstmal mit einer Umziehszene einzuleiten ist irgendwie mehr als unglücklich. Und das nach 5 langweiligen Einspielfilmen zur Kandidatenvorstellung. Vielleicht irgendwas spannendes als Aufmacher wählen?
8. Wie wäre es, wenn die Kandidaten schon in der Woche vor der großen Samstag-Abend-Show vorgestellt werden würden? TV-Total würde sich als Fläche doch optimal anbieten. Am Besten verschiebt man die langweiligen Vorstell-Einspieler auf diese Gelegenheit und lässt die Kandidaten schon gegen einen Sparring-Partner von Raab antreten. Raab müsste sich noch viel mehr als fieser Gegner positionieren, der es gar nicht nötig hat, in der Vorstellungswoche selbst in den Ring zu steigen. Gestern wirkte er eher wie ein zahnloser Tiger. Ich finde: Eine Runde Schlammcatchen mit Simon Gosejohann und eine Runde "blamieren oder kassieren" - ebenfalls mit Gosejohann und Elton. Nur damit man eine reele Chance hat, die Kandidaten einzuschätzen. Raab dabei als Pascha auf einen Thron, der die Fragen beantworten darf, die weder Kandidat noch Gosejohann wussten.
7. Wenn schon Top-Acts, dann auch richtige. Und wenns Geld nicht für drei reicht - dann einfach Nena oder Juli rauskürzen.
6. Keine Praktikanten mit "Knopfgewalt" in der Regie.
5. Keine bescheuerten SMS-Spiele à la "Was gewinnt der Kandidat: Eine halbe Million oder eine halbe Melone". Statt dessen sollte man während der gesamten Show voten können, wer am Ende gewinnen wird. Dank der tatsächlich gut durchdaten kummulativen Punkteverteilung kann das ja schon mal hin- und herschwanken. Das würde vielleicht auch den ein oder anderen dazu bewegen, mehrfach zu simsen (zumindest 2x - was bei der Frage oben überflüssig ist). Dann auch immer wieder mal das Zwischenergebnis einblenden. Wer richtig getippt hat, gewinnt dann meinetwegen die stadtfähige japanischen Kopie eines Geländewagen.
4. Wenn man sich schon einen telegenen Anwalt leistet, der die Spiele überwacht, dann sollte er zum einen wenigstens erreichbar sein, wenn es Probleme gibt. Und um das ganze glaubhafter zu machen: Dabei vielleicht auch gezeigt werden. Oder zumindest könnte man die Stimme hörbar machen. Sonst wird das ganze zum Moderatoren-Monolog, so wie gestern.
3. Legt einfach mal ein bißchen Herzblut in die Produktion. Klingt albern - aber ich glaube, es würde Wunder wirken. Ach so: Wenn es euch nur ums Geldverdienen geht, dann sendet doch vier Stunden Klingeltonwerbung.
2. Ach ja: Der Moderator. Wer zum Teufel war dieser Unsympath? Raus! Gegen das Doppel Elton (als Hauptmoderator) und Simon Gosejohann als Sidekick ersetzen. Ich finde, der hat wirklich Talent. Und Elton sowieso. Vielleicht doch mal so ein paar Dialoge durch die Redaktion vorbereiten lassen. Spontan kommt dann ja nix - gerade wenn der Chef auch noch angespannt ist, weil er überlegen muss, wie er
1. Tauscht den Moderator aus.
So, un nun schauen wir mal am 18. November, ob sich was ändert.
Und diese Woche fand dann auch ein schönes neues Peripheriegerät den Weg zu uns ins Büro. Der Name des Neuen: "
Hallo, mein Name ist Dirk. Ich bin 30 und wohne in Kiel. Mehr Infos hier im Blog oder per 
