25.12.05

Home Improvement: Ein Mediacenter im Eigenbau I

Heute: Die Pilotfolge oder "Warum das Ganze?"

Schon Tim Taylor wusste es: Wir brauchen mehr Power. Spätestens seitdem mein Sat-Receiver beim Anwählen von RTL und Pro 7 immer öfter den Geist aufgibt, muss ich ihm da zustimmen.

Gut, der ein oder andere mag jetzt sagen: RTL? Pro 7? Hey, dein Sat-Receiver hat einfach nur Geschmack. Mag sein. Aber ganz möchte ich auf das Unterschichtenfernsehen dann auch nicht verzichten.

Aus diesem Grund reifte zur Weihnachtszeit der Gedanke, einen neuen Sat-Receiver zu kaufen. Aber wenn es geht, gleich einen mit DVD-Player und Festplatte. Schließlich sollte das ganze "Mehr Power" haben.

Gesagt - getan. Doch der Wunschzettel blieb leer. Grund dafür: Ein derartiges Kombigerät schien es am Markt noch nicht zu geben. Bis ca. 3 Wochen vor Weihnachten der Elektronikfachmarkt mit dem großen "A" den sogenannten Digitainer von Medion herausbrachte. Um dieses Gerät zu beschreiben, könnte man wohl folgende Analogie verwenden: Eine frittenbratende Kaffeemaschine für 499,- Euro. Aber wie das mit Kombigeräten nun mal so ist, sie können zwar irgendwie alles - aber nichts richtig gut. Das zeigte dann auch der Kurztest von heise.de. Also Finger weg!

Die zweite Möglichkeit zur Befriedigung meiner kindlichen Technikverliebtheit fand sich nach genauerer Google-Recherche auf der Homepage von Fujitsu-Siemens (FSC): Das Activy Media Center. Zum stolzen Preis von um die 1.000,- Euro erhält man ein ziemlich solides Gerät, das jedoch einen Schwachpunkt hat: Keinen USB-Anschluss. Statt dessen gibt es Anschlüsse in einem FSC-eigenen Standard. Das hat zur Folge, dass nur Zusatzgeräte vom gleichen Hersteller angeschlossen werden können. Sehr clever Jungs!

"Was tun?", sprach Zeus: "die Götter sind besoffen, der Olymp ist vollgekotzt". Wie jetzt, Unterschichtenfernsehen passt zu mir - der Spruch kommt von meinem ehemaligen Mathematiklehrer. Zurück zum Thema: Es bleibt nur noch eine Lösung - ich muss mir mein "Mediacenter" selbst zusammenbauen.

Dazu sollte man Folgendes wissen: Das letzte Mal habe ich vor etwa 7 oder 8 Jahren einen PC zusammengebaut. Das war ein Pentium 90 und es gab eine Schritt-für-Schritt-Anleitung. Der Zusammenbau eines Mediacenters ist dagegen wie der erste Flug zum Mond (zumindest für mich). Ob ich es dennoch schaffe, könnt Ihr ab dem 01.01.2006 hier miterleben. Wenn ich dabei genau so geschickt bin wie Tim Taylor kann das durchaus amüsant werden.

24.12.05

Home Improvement: Ein Mediacenter im Eigenbau [Linkliste]

Schon Tim Taylor wusste es: Wir brauchen mehr Power. Spätestens seitdem mein Sat-Receiver beim Anwählen von RTL und Pro 7 immer öfter den Geist aufgibt, muss ich ihm da zustimmen.

Wie aus dieser Erkenntnis das erste Homeimprovement-Projekt wurde, das könnt ihr in den einzelnen Folgen der erste "Staffel" nachlesen:


  1. Die Pilotfolge oder "Warum das Ganze?"

  2. Materialbeschaffung

  3. Der Zusammenbau

  4. Noch mehr Software oder "Der Weg zum ersten TV-Abend"

  5. MCE is' nicht Okay

  6. Das Beste zum Schluss

17.12.05

Weihnachten auf VIVA, das ist wie...

...Gehirnwäsche in einem europäischen CIA-Knast. Die Werbung der Handymafiosi ist ja das ganze Jahr über schon ziemlich aufdringlich. Aber zu Weihnachten wirds wirklich penetrant.

Da läuft ein Weihnachtsklingeltondownloadspot nach dem anderen. Wenn die wenigstens noch für verschiedene Songs werben würden - aber nein, ausgerechnet für "Last Christmas" von WHAM! haben sich sowohl Jamba als auch Zed entschieden. Der Song allein löst bei mir schon spontanen Brechreiz aus. Ihr könnt euch vielleicht vorstellen, wie es empfindsamen Menschen bei der folgenden Werbeinsel geht:

1. Spot für WHAM! "Last Christmas"-Klingelton von Jamba
2. Spot für WHAM! "Last Christmas"-Klingelton von Zed
3. Reminder für WHAM! "Last Christmas"-Klingelton von Jamba
4. Reminder für WHAM! "Last Christmas"-Klingelton von Zed

Und wer denkt, er könnte dann schon mal nen Putzlappen holen und das bist dato Erbrochene vom Teppich zu kehren, der sollte lieber sitzenbleiben, denn es kommt:

5. Spot für die neue Single von Lukas Hilbert

Der hätte übrigens vor ein paar hundert Jahren tatsächlich Erfolg gehabt. Musik, die von Kastraten vorgetragen wird, war damals der absolute Hit. So ist das eben - Every Generation has it's own Disease. Das 17. Jahrhundert hatte Kastraten und wir haben Klingeltonwerbung. Na ja, und Lukas Hilbert.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

12.12.05

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte

von Theodor Storm

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte
Ein milder Stern herniederlacht;
Vom Tannenwalde steigen Düfte
Und hauchen durch die Winterlüfte,
Und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
Das ist die liebe Weihnachtszeit!
Ich höre fernher Kirchenglocken
Mich lieblich heimatlich verlocken
In märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder.
Anbetend, staunend muß ich stehn;
Es sinkt auf meine Augenlider
Ein goldner Kindertraum hernieder,
Ich fühl’s, ein Wunder ist geschehn.

11.12.05

Let's do the Timewarp again

Das Jahr ist noch nicht mal um und die ersten TV-Sender senden bereits einen Jahresrückblick. Dabei kann ja noch so viel passieren.

Dem will ich natürlich in Nichts nachstehen. Mein Jahresrücklick fällt allerdings ein wenig anders aus. Schuld ist mein Bruder André. Er schenkte mir schon vor einiger Zeit eine CD mit Kinderbilder von mir, die er irgendwo bei meinen Eltern gefunden und dann eingescannt hatte (dafür bin ich ihm noch heute sehr dankbar).

Bis gestern war die CD unauffindbar, aber dann hab ich ja glücklicherweise für die heutige Weihnachtsfeier aufgeräumt. Dabei fand ich dann auch die CD mit den Kinderbildern wieder. Einige Highlights folgen nun hier:


Weihnachten - irgendwann in den 80ern. Was im Paket drin war, weiß ich leider nicht mehr. Aber ich sehe zufrieden aus.


Bretzelangeln im Kindergarten. Da ich meine Motorik leider noch nie besonders gut im Griff hatte, dauerte das ganze bei mir wesentlich länger, als bei allen anderen Kindern. Irgendwann waren die Bediensteten genervt und ich durfte die Hände zur Hilfe nehmen.


Meine Kindergartentruppe besuchte mich irgendwann 83 oder 84 mal zu Hause. Wir haben so eine Art "Sommerfest" in unserem Garten gefeiert. Links meine Mutter. Warum ich nun ausgerechnet im Augenblick als das Bild geschossen wurde in der Nase popeln musste, weiß ich heute auch nicht mehr.


Weihnachtstheater im Kindergarten. Ich glaube, wir haben die Weihnachtsgeschichte gespielt. Einen Landwirt gibt es zwar da gar nicht, aber ich hab scheinbar einen gespielt. War ja ein evangelischer Kindergarten, da gehört einem ja quasi die Weihnachtsgeschichte und man kann auch einfach einen Landwirt reinschreiben.


Klassenfahrt 1988 nach Amrum. Stundenlange Fußmärsche und vor allem die spärliche ausgefallenen Mahlzeiten sind mir irgendwie in Erinnerung geblieben. Geschadet hat es mir aber nicht. Die Mahlzeiten hab ich mittlerweile nachgeholt.


Großer Auftritt mit Rolf Zuckowski - auch irgendwann in den 80ern. Ich hab Winterkinder und noch irgendwas gesungen. Heute ein Fall für "Deutschland sucht den Superstar" - aber damals hat es halt nur fürs Familienalbum gereicht.