Home Improvement: Ein Mediacenter im Eigenbau IV
Heute: Noch mehr Software oder "Der Weg zum ersten TV-Abend"
Nachdem die Installation der Microsoft Windows XP Media Center Edition 2005 (MCE) beim letzten Mal ohne Probleme abgeschlossen wurde und der erste Start ohne Bluescreen verlief, geht es nun an die Konfiguration des Mediacenter-PC's.
Zunächst müssen die Boardtreiber installiert werden, um beispielsweise die Onboard-Ethernet-Schnittstelle funktionsfähig zu machen. Dafür liefert Gehäusehersteller "Shuttle" eine Treiber-CD mit, auf der sich auch Treiber für den AGP-Port und die Onboard-Soundkarte befinden. Der AGP-Slot läuft zwar schon, aber mit dem boardeigenen Treiber soll die Geschwindigkeit der Grafikverarbeitung noch optimiert werden (ich glaub ja so einen Marketingquatsch gern).
Also rauf mit den Treibern und schon funktioniert auch die Verbindung zum Internet einwandfrei. Als nächstes kommt ein Bios-Update. Shuttle riet beim Betrieb mit der MCE von Microsoft zu einem solchen Update. Also fix das Bios-Update heruntergeladen und mit dem Flash-Tool von der mitgelieferten CD ins Bios gebracht. Hier genau darauf achten, das richtige Update herunterzuladen. Einfach den Modelname auf dem Board oder dem Karton beachten.
Als nächstes kommen die Treiber für die Grafikkarte. Hier ganz normal die Installations-CD nutzen und den Anweisungen folgen. Mit dem Treiber kann ich nun zum ersten Mal den Fernseher an den Composite-Ausgang (Chinch) anschließen. Dazu braucht man einen Adapter von Chinch-Stecker auf Scart-Stecker (gibt es z.B. bei Mediamarkt oder Conrad). Daneben sollte das Ding einen Klinken-Stecker haben, um den Ton auch in den Fernseher zu bekommen. Und siehe da: Nach dem Einschalten des Clone-Modus wird auch auf dem Fernseher ein Bild sichtbar. Mit dem Tool der Grafikkarte kann das Bild dann noch ausgerichtet werden. Bei der von mir verwendeten Asus NVIDIA-Karte gibt es dazu ein kleines Tool im sog. Tray neben der Uhrzeit-Anzeige in der Task-Leiste.
Ach ja, dann ist da noch die Sat-Karte, die beim ersten Hochfahren schon gern installiert werden wollte (da hab die Aufforderung erstmal weggedrückt). Denn für die Sat-Karte von Hauppauge brauche ich Treiber aus dem Netz. Der Hintergrund dazu ist nicht ganz so leicht zu erklären. Fangen wir mal einfach an: Die MCE kann mit Sat-Karten (DVB-S-Karten) eigentlich gar nichts anfangen. Denn bisher kann die MCE nur normales Analoges Antennenfernsehen, Kabelfernsehen und DVB-T (also digitales Antennenfernsehen) auf dem Schirm bringen. Nun sehen sich bei DVB-S (digitales Sat-Fernsehen) und DVB-T nicht nur die Abkürzungen sehr ähnlich, beide Nutzen auch das gleiche Verfahren zur Senderorganisation und dem Datentransport.
Deshalb installiere ich spezielle MCE-Treiber von Hauppauge. Mit diesen Treibern gaukelt die Sat-Karte dem MCE vor, sie wäre eine DVB-T-Karte (könnt ihr mir noch folgen - also sie tut so, als würde sie digitales Antennenfernsehen empfangen). Und nun noch ein bißchen technisches Hintergrundwissen dazu (wenns euch nicht interessiert, dann einfach die nächsten zwei Absätze überspringen).
DVB-T besteht technisch gesehen aus 162 Frequenzen (von 50.500 bis 866.167 kHz). Auf diesen 162 Frequenzen befinden sich die einzelnen Programme, die jeweils zu Bouquets zusammengefasst sind. Ein Bouquet besteht zumeist aus den Sendern eines Anbietes (Das RTL-Bouquet könnte beispielsweise aus RTL Television, Vox, RTL 2 und Super RTL bestehen). Es passen bei DVB-T - je nach Bildqualität - 3 bis 5 Sender in ein Bouqet. Bei DVB-S passen mehr hinein (ca. 10). Gut, die Frequenzen sind also mit Bouqets belegt - sowohl bei DVB-T also auch bei DVB-S.
Nur gibt es beim Sat-Empfang nicht nur eine einzelne Frequenz, man muss auch noch die Polarisation (Horizontal oder Vertikal) und noch 2-3 weitere Angaben machen. Außerem liegen die Frequenzen der sogenannten Sat-Transponder in einem ganz anderen Frequenz-Bereich. Davon weiß die MCE aber nichts. Die sagt der vermeindlichen DVB-T Karte nur: Du schickst mir jetzt den Datenstrom für Super RTL auf der Frequenz 538.167 kHz. Die als DVB-T-Empfänger getarnte Sat-Karte legt nun intern eine Liste an, in der die DVB-T-Frequenzen zu Sat-Transpondern "umgeschlagen" werden.
Auf der Seite vom Hersteller "Hauppauge" bekommt man dafür ein Zip-Archiv, in dem sich spezielle Treiber für die Karte und auch diverse Dateien zum Erzeugen von Registry-Einträgen befinden. Zuerst also mal die Treiber installieren. Dazu einfach XP Hardware-Manager (unter Systemsteuerung > System) auf die Fragezeichen für nicht installierte Hardware gehen oder. Bei der Sat-Karte "WinTV NOVA SE 2" müssen 3 Treiber installiert werden. Dann auf die Datei "Enable_MCE.reg" doppelklicken. Nun wird ein Wert in die Registry geschrieben, mit dem die Sat-Karte darüber informiert wird, dass sie sich bei der MCE als DVB-T-Karte melden soll und DVB-T-Frequenzen in Sat-Transponder-Frequenzen "umrechnen" soll. Die Frequenzen für die Sat-Transponder stecken in der Datei "0192-ASTRA.reg". Auch hier doppelklicken und schon ist die Sat-Karte fit für die MCE.
Nur die MCE selbst ist noch nicht fit dafür. Dazu ist erstmal ein Windows-Update nötig. Also alle Updates installieren. Achtung: Das benötigte "MCE-Rollup 2" befindet sich unter "optionale" Updates. Nachdem die Updates installiert sind, wird Windows neu gestartet. Nun ist erneut ein Update nötig. denn für das Rollup 2 gibt es auch schon wieder einen "Flicken". So ist das eben bei Microsoft. Wenn das nun alles installiert ist, dann ist auch schon fast Windows fit für den Fernsehempfang.
Jetzt wird es nochmal technisch. Wer jetzt schon abgeschaltet hat, dem empfehle ich bei seinem handelüblichen Sat-Receiver/DVD-Player und Festplattenrekorder bleiben. Kurze Zwischenbemerkung: Ohne die hilfreichen Beiträge in der deutschen MCE-Community wäre ich echt aufgeschmissen gewesen. So, zurück zur Technik. Die Bilder vom Satelliten kommen als MPEG2-Stream im Mediacenter an. Die MCE von Microsoft kann damit aber erstmal gar nichts anfangen. Ein sogenannter Codec ist nötig. Damit wird der MPEG-Stream auf den Bildschirm gebracht.
Es gibt diverse MPEG-Codecs auf dem Markt. Ich habe mich - nach einigen Empfehlungen im MCE-Forum - für den NVIDIA PureVideo Decoder entschieden. Warum Microsoft bei einem Programm, das schon mehr als 100 Euro kostet, nicht gleich einen MPEG-Codec mitliefern kann, ist mir schleierhaft. Zumal er zum Betrieb der Plattform mit DVB-Signalen auf jeden Fall benötigt wird. Also noch den Codec installieren und schon ist das Softwarepaket endlich komplett.
Beim nächsten Mal geht es dann um die Konfiguration des Mediacenter-Programms um endlich Fernsehen schauen zu können.
Nachdem die Installation der Microsoft Windows XP Media Center Edition 2005 (MCE) beim letzten Mal ohne Probleme abgeschlossen wurde und der erste Start ohne Bluescreen verlief, geht es nun an die Konfiguration des Mediacenter-PC's.
Zunächst müssen die Boardtreiber installiert werden, um beispielsweise die Onboard-Ethernet-Schnittstelle funktionsfähig zu machen. Dafür liefert Gehäusehersteller "Shuttle" eine Treiber-CD mit, auf der sich auch Treiber für den AGP-Port und die Onboard-Soundkarte befinden. Der AGP-Slot läuft zwar schon, aber mit dem boardeigenen Treiber soll die Geschwindigkeit der Grafikverarbeitung noch optimiert werden (ich glaub ja so einen Marketingquatsch gern).
Also rauf mit den Treibern und schon funktioniert auch die Verbindung zum Internet einwandfrei. Als nächstes kommt ein Bios-Update. Shuttle riet beim Betrieb mit der MCE von Microsoft zu einem solchen Update. Also fix das Bios-Update heruntergeladen und mit dem Flash-Tool von der mitgelieferten CD ins Bios gebracht. Hier genau darauf achten, das richtige Update herunterzuladen. Einfach den Modelname auf dem Board oder dem Karton beachten.
Als nächstes kommen die Treiber für die Grafikkarte. Hier ganz normal die Installations-CD nutzen und den Anweisungen folgen. Mit dem Treiber kann ich nun zum ersten Mal den Fernseher an den Composite-Ausgang (Chinch) anschließen. Dazu braucht man einen Adapter von Chinch-Stecker auf Scart-Stecker (gibt es z.B. bei Mediamarkt oder Conrad). Daneben sollte das Ding einen Klinken-Stecker haben, um den Ton auch in den Fernseher zu bekommen. Und siehe da: Nach dem Einschalten des Clone-Modus wird auch auf dem Fernseher ein Bild sichtbar. Mit dem Tool der Grafikkarte kann das Bild dann noch ausgerichtet werden. Bei der von mir verwendeten Asus NVIDIA-Karte gibt es dazu ein kleines Tool im sog. Tray neben der Uhrzeit-Anzeige in der Task-Leiste.Ach ja, dann ist da noch die Sat-Karte, die beim ersten Hochfahren schon gern installiert werden wollte (da hab die Aufforderung erstmal weggedrückt). Denn für die Sat-Karte von Hauppauge brauche ich Treiber aus dem Netz. Der Hintergrund dazu ist nicht ganz so leicht zu erklären. Fangen wir mal einfach an: Die MCE kann mit Sat-Karten (DVB-S-Karten) eigentlich gar nichts anfangen. Denn bisher kann die MCE nur normales Analoges Antennenfernsehen, Kabelfernsehen und DVB-T (also digitales Antennenfernsehen) auf dem Schirm bringen. Nun sehen sich bei DVB-S (digitales Sat-Fernsehen) und DVB-T nicht nur die Abkürzungen sehr ähnlich, beide Nutzen auch das gleiche Verfahren zur Senderorganisation und dem Datentransport.
Deshalb installiere ich spezielle MCE-Treiber von Hauppauge. Mit diesen Treibern gaukelt die Sat-Karte dem MCE vor, sie wäre eine DVB-T-Karte (könnt ihr mir noch folgen - also sie tut so, als würde sie digitales Antennenfernsehen empfangen). Und nun noch ein bißchen technisches Hintergrundwissen dazu (wenns euch nicht interessiert, dann einfach die nächsten zwei Absätze überspringen).
DVB-T besteht technisch gesehen aus 162 Frequenzen (von 50.500 bis 866.167 kHz). Auf diesen 162 Frequenzen befinden sich die einzelnen Programme, die jeweils zu Bouquets zusammengefasst sind. Ein Bouquet besteht zumeist aus den Sendern eines Anbietes (Das RTL-Bouquet könnte beispielsweise aus RTL Television, Vox, RTL 2 und Super RTL bestehen). Es passen bei DVB-T - je nach Bildqualität - 3 bis 5 Sender in ein Bouqet. Bei DVB-S passen mehr hinein (ca. 10). Gut, die Frequenzen sind also mit Bouqets belegt - sowohl bei DVB-T also auch bei DVB-S.
Nur gibt es beim Sat-Empfang nicht nur eine einzelne Frequenz, man muss auch noch die Polarisation (Horizontal oder Vertikal) und noch 2-3 weitere Angaben machen. Außerem liegen die Frequenzen der sogenannten Sat-Transponder in einem ganz anderen Frequenz-Bereich. Davon weiß die MCE aber nichts. Die sagt der vermeindlichen DVB-T Karte nur: Du schickst mir jetzt den Datenstrom für Super RTL auf der Frequenz 538.167 kHz. Die als DVB-T-Empfänger getarnte Sat-Karte legt nun intern eine Liste an, in der die DVB-T-Frequenzen zu Sat-Transpondern "umgeschlagen" werden.
Auf der Seite vom Hersteller "Hauppauge" bekommt man dafür ein Zip-Archiv, in dem sich spezielle Treiber für die Karte und auch diverse Dateien zum Erzeugen von Registry-Einträgen befinden. Zuerst also mal die Treiber installieren. Dazu einfach XP Hardware-Manager (unter Systemsteuerung > System) auf die Fragezeichen für nicht installierte Hardware gehen oder. Bei der Sat-Karte "WinTV NOVA SE 2" müssen 3 Treiber installiert werden. Dann auf die Datei "Enable_MCE.reg" doppelklicken. Nun wird ein Wert in die Registry geschrieben, mit dem die Sat-Karte darüber informiert wird, dass sie sich bei der MCE als DVB-T-Karte melden soll und DVB-T-Frequenzen in Sat-Transponder-Frequenzen "umrechnen" soll. Die Frequenzen für die Sat-Transponder stecken in der Datei "0192-ASTRA.reg". Auch hier doppelklicken und schon ist die Sat-Karte fit für die MCE.
Nur die MCE selbst ist noch nicht fit dafür. Dazu ist erstmal ein Windows-Update nötig. Also alle Updates installieren. Achtung: Das benötigte "MCE-Rollup 2" befindet sich unter "optionale" Updates. Nachdem die Updates installiert sind, wird Windows neu gestartet. Nun ist erneut ein Update nötig. denn für das Rollup 2 gibt es auch schon wieder einen "Flicken". So ist das eben bei Microsoft. Wenn das nun alles installiert ist, dann ist auch schon fast Windows fit für den Fernsehempfang.
Jetzt wird es nochmal technisch. Wer jetzt schon abgeschaltet hat, dem empfehle ich bei seinem handelüblichen Sat-Receiver/DVD-Player und Festplattenrekorder bleiben. Kurze Zwischenbemerkung: Ohne die hilfreichen Beiträge in der deutschen MCE-Community wäre ich echt aufgeschmissen gewesen. So, zurück zur Technik. Die Bilder vom Satelliten kommen als MPEG2-Stream im Mediacenter an. Die MCE von Microsoft kann damit aber erstmal gar nichts anfangen. Ein sogenannter Codec ist nötig. Damit wird der MPEG-Stream auf den Bildschirm gebracht.
Es gibt diverse MPEG-Codecs auf dem Markt. Ich habe mich - nach einigen Empfehlungen im MCE-Forum - für den NVIDIA PureVideo Decoder entschieden. Warum Microsoft bei einem Programm, das schon mehr als 100 Euro kostet, nicht gleich einen MPEG-Codec mitliefern kann, ist mir schleierhaft. Zumal er zum Betrieb der Plattform mit DVB-Signalen auf jeden Fall benötigt wird. Also noch den Codec installieren und schon ist das Softwarepaket endlich komplett.
Beim nächsten Mal geht es dann um die Konfiguration des Mediacenter-Programms um endlich Fernsehen schauen zu können.
Hallo, mein Name ist Dirk. Ich bin 30 und wohne in Kiel. Mehr Infos hier im Blog oder per 
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