Fischers Fritze
Phishing nennt man das, wenn Osteuropäer mit wenig Geld und geringen Deutschkenntnissen versuchen, Deutsche mit viel Geld und übermäßigem Gehorsam auszunehmen wie Weihnachtsgänse.
Ich hab wohl jeden Tag mindestens drei von diesen E-Mails im Postfach, in denen ich aufgeforderte werde, eine bis zehn (man ist bescheiden geworden) Transaktionsnummern sowie weitere Daten für meine Konten bei Postbank, Sparkasse und Deutsche Bank in ein schlecht kopiertes Online-Formular einzugeben.
Zum einen habe ich keine Konten bei diesen Kreditinstituten. Nun gut - das Gesetz zur Auskunftspflicht der Banken wurde erweitert - aber diese Information können die Herren Osteuropäer natürlich nicht haben. Und nein, das ist nicht fremdenfeindlich: Nachweislich kommen 95% der Phisher aus Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion bzw. nutzen Server in diesem Gebiet.
Zum anderen: Wer auf derart bescheuerte E-Mails hereinfällt, dessen Online-Konto sollte umgehend auf Schalterbetrieb "gedowngraded" werden. Ok, eure neunmalklugen Schwiegersöhne wollen euch immer noch weißmachen, dass da gar nichts passieren kann. Aber a.) stimmt das nicht und b.) tun sie es nur, weil sie mit eurer Tochter oder eurem Sohn (Randgruppen nicht vernachlässigen) in Ruhe pimpern wollen, ohne dass der/die ständig mit Mutti zur Bank muss.
Zurück zum Phishing: Glaubt ihr wirklich, die Deutsche Bank (und ich gehe fest davon aus, dort arbeitet noch eine handvoll Muttersprachler) würde E-Mails versenden, in denen folgendes steht:
Wir sind gezwungen, Ihnen folgendes mitzuteilen. Im Zusammenhang mit häufiger wiederholten Angriffen auf die Portale der deutschen Banken ist die Direktion der Deutsche Bank zur Entscheidung gekommen, eine vollständige Zwangserneuerung der Informationen über Ihre Konten vorzunehmen. Sie müssen das nachfolgende Link befolgen und die Angaben zum Zugriff von Ihrem Konto ändern.
Ich sag mal: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Aber das nur nebenbei. Nehmen wir einmal an, die E-Mail käme wirklich von eurer Bank. Was sollte sie mit eurem Konto tun, wenn ihr das Formular nicht ausfüllt: Das Konto auflösen und euer Geld nach Inguschetsien überweisen? Nein, das macht ihr im Zweifelsfall grad selbst.
Also liebe Kontoinhaber der betroffenen Institute: Bevor ihr einfach auf irgend einen Link in irgend einer E-Mail klickt, die so aussieht als käme sie von eurer Bank, lest doch bitte zuerst den Text. Und wenn er euch allzu spanisch/griechisch/serbokroatisch vorkommt, dann schmeißt die E-Mail weg. Im Supermarkt lest ihr doch auch die Zeitschriften immer zuerst am Regal durch, bevor ihr sie zur Kasse mitnehmt. Ihr gehört doch sonst auch zu den ganz Hellen.
Seht ihr - alles kein Problem. Und die Herren Phisher gehen leer aus. Der Herr Fischer wohl am nächsten Sonntag auch - also eventuell. Aber das ist eine andere Geschichte.
Und jetzt nochmal ganz deutlich: Keine (KEINE, NICHT EINE, KEINE) Bank in Deutschland wird in absehbarer Zeit E-Mails verschicken, in der sie zur Eingabe von TANs, Benutzernamen, Passworten, Guthaben in Luxemburg, dem Ergebnis des letzten Frutchtbarkeitstests und was für geheimen Daten auch immer aufruft. Ein Bankmitarbeiter wird auch niemals anrufen und nach diesen Daten fragen. Oder glaubt ihr, die würden einen solchen Aufwand mit getrennter Post, Aktivierung der TANs am Schalter etc. treiben, wenn ihr das dann alles über ein ungeschütztes Formular eingeben müsst? Die Antwort lautet: Nein. Also: Erst nachdenken, dann die E-Mail wegschmeißen.
So, das Pishingproblem ist gelöst. Der Nächste bitte...
Ich hab wohl jeden Tag mindestens drei von diesen E-Mails im Postfach, in denen ich aufgeforderte werde, eine bis zehn (man ist bescheiden geworden) Transaktionsnummern sowie weitere Daten für meine Konten bei Postbank, Sparkasse und Deutsche Bank in ein schlecht kopiertes Online-Formular einzugeben.
Zum einen habe ich keine Konten bei diesen Kreditinstituten. Nun gut - das Gesetz zur Auskunftspflicht der Banken wurde erweitert - aber diese Information können die Herren Osteuropäer natürlich nicht haben. Und nein, das ist nicht fremdenfeindlich: Nachweislich kommen 95% der Phisher aus Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion bzw. nutzen Server in diesem Gebiet.
Zum anderen: Wer auf derart bescheuerte E-Mails hereinfällt, dessen Online-Konto sollte umgehend auf Schalterbetrieb "gedowngraded" werden. Ok, eure neunmalklugen Schwiegersöhne wollen euch immer noch weißmachen, dass da gar nichts passieren kann. Aber a.) stimmt das nicht und b.) tun sie es nur, weil sie mit eurer Tochter oder eurem Sohn (Randgruppen nicht vernachlässigen) in Ruhe pimpern wollen, ohne dass der/die ständig mit Mutti zur Bank muss.
Zurück zum Phishing: Glaubt ihr wirklich, die Deutsche Bank (und ich gehe fest davon aus, dort arbeitet noch eine handvoll Muttersprachler) würde E-Mails versenden, in denen folgendes steht:
Wir sind gezwungen, Ihnen folgendes mitzuteilen. Im Zusammenhang mit häufiger wiederholten Angriffen auf die Portale der deutschen Banken ist die Direktion der Deutsche Bank zur Entscheidung gekommen, eine vollständige Zwangserneuerung der Informationen über Ihre Konten vorzunehmen. Sie müssen das nachfolgende Link befolgen und die Angaben zum Zugriff von Ihrem Konto ändern.
Ich sag mal: Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod. Aber das nur nebenbei. Nehmen wir einmal an, die E-Mail käme wirklich von eurer Bank. Was sollte sie mit eurem Konto tun, wenn ihr das Formular nicht ausfüllt: Das Konto auflösen und euer Geld nach Inguschetsien überweisen? Nein, das macht ihr im Zweifelsfall grad selbst.
Also liebe Kontoinhaber der betroffenen Institute: Bevor ihr einfach auf irgend einen Link in irgend einer E-Mail klickt, die so aussieht als käme sie von eurer Bank, lest doch bitte zuerst den Text. Und wenn er euch allzu spanisch/griechisch/serbokroatisch vorkommt, dann schmeißt die E-Mail weg. Im Supermarkt lest ihr doch auch die Zeitschriften immer zuerst am Regal durch, bevor ihr sie zur Kasse mitnehmt. Ihr gehört doch sonst auch zu den ganz Hellen.
Seht ihr - alles kein Problem. Und die Herren Phisher gehen leer aus. Der Herr Fischer wohl am nächsten Sonntag auch - also eventuell. Aber das ist eine andere Geschichte.
Und jetzt nochmal ganz deutlich: Keine (KEINE, NICHT EINE, KEINE) Bank in Deutschland wird in absehbarer Zeit E-Mails verschicken, in der sie zur Eingabe von TANs, Benutzernamen, Passworten, Guthaben in Luxemburg, dem Ergebnis des letzten Frutchtbarkeitstests und was für geheimen Daten auch immer aufruft. Ein Bankmitarbeiter wird auch niemals anrufen und nach diesen Daten fragen. Oder glaubt ihr, die würden einen solchen Aufwand mit getrennter Post, Aktivierung der TANs am Schalter etc. treiben, wenn ihr das dann alles über ein ungeschütztes Formular eingeben müsst? Die Antwort lautet: Nein. Also: Erst nachdenken, dann die E-Mail wegschmeißen.
So, das Pishingproblem ist gelöst. Der Nächste bitte...
Hallo, mein Name ist Dirk. Ich bin 30 und wohne in Kiel. Mehr Infos hier im Blog oder per 
0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
<< Home