Ohne Hinrich wäre ich gar nicht auf
Justin Nozuka aufmerksam geworden. Also gebührt ihm eigentlich der Dank für einen gelungenen Abend in Hamburg. Dort sahen wir uns im
Knust das Konzert eben dieses jungen Mannes an.

Nachdem sich die Vorgruppe "
An Pierle & White Velvet" mit teils schönen, teils nur lauten Songs wirklich Mühe gab, waren meine Erwartungen dennoch nicht so besonders hoch. Aber ich hatte mich geirrt.
Justin Nozuka ist so der Typ Musiker, den man sich gemeinsam mit seinen Jungs aus der Band auch gut in einer dieser amerikanischen Vorstadt-Garagen beim Üben vorstellen kann. Und dann stelle man sich noch vor, es ist Hochsommer - so um die 30 Grad - und man wohnt gegenüber und hört ihnen bei geöffnetem Fenster zu, während sie spielen. Und was sie so spielen, das ist nicht aufdringlich - aber auch nicht belanglos.
Der Haken daran: Justin Nozuka und ich sind keine Amerikaner, wir wohnen nicht in der selben Straße, sondern ich für meinen Teil in einem Mehrfamilienhaus mit strengen Ruhezeiten. Da muss ich dann eben doch nach Hamburg fahren, um ihn live zu erleben. Aber das hat sich auch jeden Fall gelohnt. Einer bestimmten Dame im Publikum sei noch gesagt: Wenn schon mitsingen, dann wenigstens einigermaßen takt- und tonsicher. Ansonsten einfach nur genießen.